Der Kirchenchor

Bereits seit 1947 gab es in Berleburg einen katholischen Kirchenchor, damals unter der Leitung des langjährigen Organisten Karl Gossmann.

Dessen Tochter, Frau Lilli Aderhold, erinnert sich: „...Mein Vater kam im Januar 1947 aus Kriegsgefangenschaft zurück und hat kurz darauf den Chor gegründet. Es gab auch ein Protokollbuch mit Statuten und Jahresberichten. Im Laufe der Jahre wurden die Jahreshauptversammlungen eingestellt. … Bereits in der Weihnachtszeit 1947 wurde im Parkhotel vor ausverkauftem Haus ein Weihnachtsoratorium aufgeführt. …. Irgendwann in den ersten Jahren haben wir auch ein Passionsoratorium aufgeführt. … Wir haben außer Mesen im Hochamt sehr oft in den Abendandachten gesungen und besonders in den Maiandachten. … Wir hatten ein reges Vereinsleben mit Ausflügen und Karnevalsfeiern. … “

„ … Das Foto ist im Sommer 1947 in Oberkirchen gemacht worden. Der Chor hat dort im Hochamt gesungen und das Singen mit einem Ausflug verbunden …“

1.Reihe v.l.: Klara Schmidt, Walburga Goßmann, Frau Grebe, Frau Burkhardt, Frau Mohren, Karl Goßmann, Frau Mühl, Margarete Beckmann, Gertrud Mettbach, ?

2. Reihe v.l.: Maria Nockemann, Eugen Kleinschmidt, Frl Hain (?), Paul Schöttler, Anni Schmidt, ? , Herr Passmann, Beate Sachau, Karl-Heinz Goßmann, Hella Mohren, Hermann Müller, Helmut Schade, Rudi Rent, Frl. Dr. Dahmen, Franz-Josef Goßmann.

Hubert Kirscht, seit 1968 zunächst Organist in Vertretung, mit der Einführung der Vorabendmesse ständiger zweiter Organist und später Goßmanns Nachfolger übernahm auch den Chor. Leider kam jedoch der Kirchengesang in St.Marien um das Jahr 1973 zum Erliegen.

Nach 10 Jahren Pause regte Pastor Albert Filthaut an, eine Schola zu gründen, um die im neuen Gesangbuch ‚Gotteslob’ zahlreich vorkommenden Wechselgesänge anstimmen zu können.
12 Gemeindemitglieder erklärten sich spontan bereit, an dem Projekt mitzutun und bereicherten seitdem zahlreiche Gottesdienste mit Kyrie-, Agnus-Dei- und Psalmgesängen.

Dem Organisten und passionierten Chorleiter Kirscht war dies nicht genug und so traf man sich schließlich ab dem 30.September 1987 zu wöchentlichen Proben, um wenigstens die Hl. Messen an den Hochfesten und zu besonderen Anlässen (Erstkommunion, Firmung usw.) mit feierlichem Gesang aufzuwerten. Die anfangs ca. 25 Mitglieder des Chors studierten in den ersten Jahren ein Repertoire von zahlreichen Liedern ein, die z.T. auch im Wechsel mit der Gemeinde zur Aufführung kamen. In der Zeit bis heute wurden dann auch Gesamtwerke, einige komplette Messen und Motetten geübt und gesungen.

Höhepunkte waren Konzertbeteiligungen in Wemlighausen und Raumland, hier auch gemeinsame Gesänge mit den Männergesangvereinen unter Hubert Kirschts Gesamtleitung, die Teilnahme an einer Chor-Wallfahrt nach Kohlhagen im Jahre 2001, jüngst die Gestaltung der Andacht in Grafschaft sowie einer feierlichen Messe anlässlich des Stadtjubiläums mit der Aufführung der „Missa Brevis“ von Charles Gounot.
Mit einer feierlichen Vesper zu Ehren der Gottesmutter begingen Chor und Pastoralverbund die "Stunde der Kirchenmusik" am 30.Mai 2010.

Der Chorleiter, die Mitglieder  und auch die Gemeinde als Zuhörerschaft wären froh und dankbar, wenn sich neue Sängerinnen und Sänger finden und getreu dem Motto

„Wer singt, betet doppelt!“

mitmachen würden.

 
Andreas Hähnel

Chor in Kohlhagen
Auftritt in Bad Laasphe