Das Altarbild befindet sich seit der Innenrenovierung im Jahr 1985 im Chorraum der Kirche.

02.01.2015

Bildbeschreibung

Der eigentliche Blickpunkt der Kirche ist das moderne farbige Altarbild, das sofort die Blicke auf sich zieht. In dem von Hermann Gottfried aus Bergisch Gladbach geschaffenen Altarbild finden sich fünf theologische Aussagen des Königtums Jesu Christi wieder:

1. Der erhöhte Christus am Kreuz

Deutlich sichtbar ist in der Mitte des Bildes das Kreuz zu sehen.


2. Christus, König in seiner Auferstehung

Rechts neben Christus ist eine Grabplatte abgebildet. In den dunklen Farben ist das Reich des Todes angedeutet. Aus dem Reich des Todes steigt Christus hinauf in das Licht. Durch seinen Tod hat er unseren Tod und unsere Sünde besiegt.


3. Christus, der König, wird wiederkommen in Herrlichkeit

Der Christus in dem Wandbild ist nach oben gerichtet, er strebt dem himmlischen Äon zu. Der heilige göttliche Bereich ist oberhalb des Bildes angedeutet durch die Engel.


4. Christus, König des Volkes Gottes

Alle, die seine Botschaft annehmen und befolgen, gehören zu seinem Königtum. Exemplarisch sind auf dem Bild vier Heilige gemalt, die mit dem Wittgensteiner Land in einer Beziehung stehen. Links außen ist Bonifatius, der im 8. Jahrhundert die ersten Christen in der Nähe von Raumland getauft hat. In der Mitte der Heilige Martin, Patron der Partnergemeinde „St. Martin”, Bergues, und rechts der Hl. Liborius, der Patron der Erzdiözese Paderborn. Auf der anderen Seite ist die Hl. Hedwig, die Patronin der Schlesier, zu sehen.


5. Christus, der auf uns zukommende König

Sehr schön ist es dem Künstler gelungen, diesen Gedanken darzustellen. Vom Bewegungsablauf spürt man, wie dieser Christus auf uns zukommt, um die Menschen einzuladen und um uns nahe zu sein.

Im Altarhintergrund ist ein großer schwarzer Block zu sehen; gemeint ist die Welt. Ohne Christus und seine Botschaft besteht eine hoffnungslose, dunkle Welt. Ein heller Lichtkegel bricht in diese dunkle Welt ein mit der Menschwerdung des Gottessohnes. So ist diese Dunkelheit in der Welt nicht mehr absolut und überall. Wo der Geist Gottes (dargestellt in den Feuerzungen) in diese Welt eindringt und die frohe Botschaft angenommen wird, da ereignet sich Erlösung.

(Dieser beschreibende Text befand sich in der Jahres-Chronik 1985)

Das Altarbild