03.01.2015

Pressemeldung vom 11.8.2004

Wolldecken für Hilfsbedürftige

Erndtebrücker Nähfrauen praktizieren christliche Nächstenliebe

Erndtebrück. Die Nähfrauen der Christus-König Gemeinde in Erndtebrück treffen sich einmal wöchentlich im Pfarrheim, um gemeinsam ihrem Hobby nachzugehen. Ihren Ursprung haben die Nähfrauen am 9. Mai 1949, als in der Gemeinde von der Caritas eine Nähmaschine angeschafft wurde. Daraufhin fand im Pfarrheim eine regelmäßige Nähstunde statt, die lange Zeit von Maria Arendt geleitet wurde.

Wurden die Nähstunden in der Nachkriegszeit von den vorwiegend heimatvertriebenen Frauen in erster Linie für den Eigenbedarf genutzt, so engagieren sich die fleißigen Frauen heute mehr für die Gemeinde oder für wohltätige Zwecke. Neben der hübschen Dekoration für die Osterfeiertage oder anderer Kirchenfeste, wurden nun schon zum wiederholten Male Wolldecken für hilfsbedürftige Menschen in Missionsländern angefertigt.

Für ihr aktuelles Projekt begannen sie bereits am Ende des vergangenen Jahres, Wollreste bei Gemeindemitgliedern zu sammeln. Besonders erfreulich war dabei, dass in der Diasporagemeinde Erndtebrück auch viele Protestanten unter den Spendern waren. Dann wurde fleißig gestrickt, zu Hause und in den Nähstunden, bis vor einigen Tagen die letzten Nadelstiche getätigt wurden und sieben große Wolldecken fertiggestellt werden konnten. Da über Frau Weber, der Haushälterin von Pastor Karl-Heinz Böckelmann, bereits Kontakte zu den Steyler Schwestern bestehen, werden die Decken jetzt dorthin geschickt. „Von dort werden die Decken mit Sicherheit an die richtigen Stellen weitergeleitet“, da sind sich die Frauen ganz sicher, denn den vergangenen Aktionen folgte immer ein lieber Brief aus dem Kloster.

Bei all dem Einsatz bleibt zu hoffen, dass die Erndtebrücker Nähfrauen noch lange aktiv bleiben, zumal im Herbst das 50jährige Kirchweihfest der Christus-König Gemeinde in Erndtebrück gefeiert wird.